Schweizer Steuerzahlerbund droht Deutschland wegen Steuer-CD
Wie der Spiegel in seiner heutigen Online-Ausgabe berichtet, fordert der Schweizer Steuerzahlerbund, dass alle schwarzen Konten von deutschen Politikern in der Schweiz offengelegt werden sollen, falls die deutsche Regierung die CD mit den gestohlenen Bankdaten kauft.
Zitat:
”Wenn deutsche Politiker meinen, sie müssten ihre Bürger kriminalisieren, sollte man unbedingt mal schauen, wie sauber sie wirklich sind”, sagt Alfred Heer, BDS-Präsident und Nationalrat der Schweizer Volkspartei (SVP). “Dabei sind sie selber durch und durch korrupt, man denke nur an die Spendenaffäre um Wolfgang Schäuble”, zitiert das Blatt Heer weiter.
Geschähe dies tatsächlich, würde vermutlich nahezu der gesamte Politikbetrieb in Deutschland zum erliegen kommen und nahezu alle etablierten Parteien (außer der Piratenpartei) wären sofort pleite.
Korruption und kriminelle Energie zählen – auch in der deutschen Politik – zu den unverzichtbaren Kernkompetenzen, wie die zurückliegenden Affären eindrucksvoll bewiesen haben.
Aber auch die Schweizer Banken würden unter dieser Veröffentlichung leiden, sind die Depots, die von Parteistiftungen und deren Tarnfirmen dort unterhalten werden, vermutlich mit die wertvollsten und wer verliert schon gerne seine besten Kunden?
Würden diese Daten veröffentlicht, geschähe dies so zu sagen offiziell und nicht durch kriminelle Machenschaften. Den Daten käme dadurch eine ganz andere Beweiskraft zu gute, die auch durch eine bis ins Mark korrupte Politmafia nicht so ohne weiteres ausgehebelt werden könnte.
Ganz anders sieht das bei den geklauten Kontodaten des niederen Volkes aus:
Wer garantiert hier, dass der Datendieb ein paar Kontostände nicht mal eben mit einer zusätzlichen 0 “erweitert” hat, um den Marktwert der CD zu pushen? Wer garantiert, dass das Depot eines kolumbianischen “Don Kokaino” nicht mit den Adressdaten eines deutschen Unternehmers versehen wurden?
Man darf gespannt sein, wie die Gerichte solche “Beweise” bewerten, wenn die auf deren Grundlage Angeklagten jede Schuld bestreiten.
Axel John